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Oberschlesische Notizen
(Auswahl 12 aus 30)
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Górno¶l±skie notatki
(wybór i
t³umaczenie w³asne)
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| Die Gestaltung des zukünftigen Wappenbildes
der Woiwodschaft Oppeln bleibt weiterhin offen. Zwar wird der
Piastenadler Herzogs Johannes II. von Oppeln (Jan Dobry) das Wappenschild
zieren, umstritten ist aber die Darstellung desselben. Ein zweiter
Entwurf, im September des letzten Jahres vom Sejmik, dem Bezirksparlament,
der beim polnischen Innenministerium angesiedelten Heraldikkommission zur
Gegenprüfung vorgelegt worden war, kam nun mit der Aufforderung zur
Änderung zurück. Es ist bereits die zweite Änderungsaufforderung. War
der erste Entwurf den Heraldiker zu proper, ist der neuerliche Entwurf
wiederum zu mager ausgefallen. Der Rumpf habe diesmal zu wenig Gefieder,
die Schwingen seien viel zu dünn, daß sie vom Körper abzufallen drohen.
Unzufrieden sei man auch mit der Farbgestaltung. Während das Marschallamt
amüsiert ist und keine weitere Änderung mehr vornehmen will, wird
Woiwode Peziol die Entscheidung vom vergangenen September rückgängig
machen. |
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| Mit deutscher Unterstützung konnte vor wenigen
Tagen in Sandau bei Pleß die Renovierung der Evangelische Kirche
aus dem 19. Jahrhundert vollendet werden. Die evangelische Gemeinde geht
auf Protestanten aus Brandenburg zurück, die nach dem Zweiten
Schlesischen Krieg durch den damaligen Grundherrn August Ludwig Graf von
Pückler hier angesiedelt worden waren. |
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| Das Landratsamt und die Stadtverwaltung in Ratibor
tragen derzeit um den Zustand des Herzogsschlosses einen heftigen
Meinungsstreit aus. Laut einem Bericht der „Trybuna Slaska“
verkomme der Innenhof zunehmend zu einer Müllkippe, wo Kisten herumliegen
und Autos vor sich hinrosten. Das Gebäude zerfalle immer mehr. Der
Stadtpräsident forderte nun den Kreis auf, finanzielle Mittel
bereitzustellen, um das Gelände vollständig zu reinigen und dringend
notwendige Sicherungsarbeiten an den Ruinen durchzuführen, damit das
Gelände für Touristen freigegeben werden kann. Das finanzschwache
Landratsamt versucht seit einem halben Jahr - nach dem der Bezirk dem
Kreis das Schloß zwangsübereignete - für das Objekt einen Interessenten
zu finden, der allerdings mindestens 7,5 Millionen Mark in den
Wiederaufbau investieren müßte. Eine Ausschreibung vom September des
vergangenen Jahres blieb bis heute ergebnislos. |
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| Die Leser der Regionalausgaben der „Gazeta
Wyborcza“ hatten in den vergangenen zwölf Monaten Gelegenheit, die Persönlichkeiten
des 20. Jahrhunderts aus ihrer Region zu wählen. Während im Bezirk
Kattowitz Wojciech Korfanty vor Kazimierz Kutz, Jerzy Zietek und Michal
Grazynski das Rennen machte, gewann im Bezirk Oppeln Erzbischof Alfons
Nossol die Leserwahl. Ihm folgten Edmund Jan Osmanczyk, Karol Musiol, Arka
Bozek, Jan Cybis. Dorota Simonides belegte gar Platz sieben. |
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| Der DFK-Bezirksverband „Schlesien“
(Kattowitz) zählt nach eigenen Angaben derzeit 74.200 Mitglieder,
wobei nicht genannt wird, ob auch alle ihre Beiträge zahlen. Die Zahl der
Mitglieder schlüsselt sich nach den einzelnen Kreisverbänden wie folgt
auf: Beuthen 6.850, Gleiwitz 25.800, Hindenburg 3.650, Kattowitz 5.850,
Loslau 3.300, Orzesche 1.600, Rybnik 1.000, Ratibor 26.820, Tichau 3.550,
Teschener Schlesien 1.400. |
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| Der Stadtpräsident von Ratibor, Andrzej
Markowiak, ist von den Mitgliedern der Euroregion Silesia zu ihren
diesjährigen Vorsitzenden gewählt worden. Er übernimmt das Amt vom
Troppauer Bürgermeister Jan Mrasek. Die Euroregion wurde am 20. August
1998 gegründet. Ihr gehören derzeit 19 Gemeinden in den Kreisen
Leobschütz, Ratibor, Loslau und Rybnik sowie 35 Gemeinden in Nordmähren,
im tschechischen Teil des Teschener Schlesiens sowie in Westschlesien
(Troppau) an. Der Kommunalverband wird von der EU bei regionalen
Strukturprojekten gezielt gefördert. |
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| Das Schloß Tillowitz im Kreis Falkenberg
kommt in den nächsten Wochen unter den Hammer: für umgerechnet 400.000
Mark sucht die Woiwodschaft Oppeln als Eigentümerin einen
kapitalträchtigen Investor. Das ehemalige Anwesen im Stil der
Neorenaissance gehörte einst der Grafen Frankenberg, bis sie 1944 von den
Nationalsozialisten aufgrund ihrer oppositionellen Haltung enteignet
wurden. Nach 1945 fand hier zunächst ein Schulinternat für Forstarbeiter
eine neue Heimstätte, dann eine Abteilung des Breslauer
Bezirkskinderkrankenhauses. Seit 1998 steht das Schloß leer. |
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| In diesem Jahr wird im Glockentrum der Jakobuskirche
in Neisse eine Schatzkammer eröffnet. Der Glockenturm wird derzeit
mit finanzieller Förderung durch die Erika-Simon-Stiftung zur Erhaltung
schlesischer Kunstdenkmäler und den Neisser Heimatbund in Hildesheim
renoviert. Im Kirchenmuseum sollen später wertvolle Sakralkunst, Bilder
und Bücher aus der Jakobus- und Agneskirche ausgestellt werden. Der „Verein
zur Pflege schlesischer Kunst“ bittet für die
Renovierungsarbeiten um Spenden: Volksbank Bonn-Rhein-Sieg, BLZ 380 601
86, Kto. 260 186 10 14, Kennwort: Glockenturm). |
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Der „Deutsche Freundschaftskreis“ im
Hultschiner Ländchen organisierte am 9. Februar im einst den Eichendorffs
gehörenden Schloß in Deutsch Krawarn ihren „1. DFK-Ball“. |
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Bei einer Veranstaltung in Oppeln hat der heimische
Sejmabgeordnete Jerzy Szteliga in einem Referat zur polnischen
Minderheitenpolitik. die bildungspolitische Situation der in Polen
lebenden Ukrainer hervorgehoben. Sie besitzt nicht nur ein gut ausgebautes
Netz von Mittelschulen, sondern verfüge auch über bewährte
Schulbücher, sagte der mit einer Deutschen verheiratete SLD-Politiker.
Als „miserabel“ bezeichnete er dagegen die Situation für die
Deutschen - keine Schulen, keine Bücher. |
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| Der stellvertretende Landrat des Landkreises
Oppeln, Christoph Wyzdak (Deutsche Liste), hat die Bedeutung der
doppelten Staatsangehörigkeit für Oberschlesien herausgestellt. Die in
Deutschland dank ihrer beiden Reisepässe arbeitenden Deutschen,
Oberschlesier und Polen brächten jährlich bis zu 600 Millionen Mark nach
Hause. Würde die Bundesrepublik von heute auf morgen plötzlich ihre
Grenzen schließen, stiege angeblich die Arbeitslosigkeit im Landkreis
Oppeln von derzeit elf Prozent auf über dreißig. |
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| In den vergangenen zehn Jahren hat die
Bundesregierung aus dem für die deutsche Minderheit in Polen
angedachten Haushaltsbudget fast 225 Millionen Mark für die
Modernisierung von Krankenhäusern, Kläranlagen, Kanalisationen,
Gebäudesanierungen etc. ausgegeben, berichtet der deutsche
Sejmabgeordnete Helmut Pazdzior. Mehr als drei Viertel dieser
Investitionen wurden allein in der Woiwodschaft Oppeln getätigt. Das
deutsch-oberschlesische Siedlungsgebiet in den heutigen Landkreisen
Gleiwitz und Tarnowitz ging dagegen so gut wie leer aus. |
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