www.slonsk.de - 03/2001

  SLONSK

Notizen - Notatki

3 - 2001

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Niederschlesische Notizen
(Auswahl 10 aus 33)

Dolno¶l±skie notatki 
(wybór i t³umaczenie w³asne)

Görlitz und sein früherer Ostteil (Zgorzelec) wollen im Jahr 2010 "Kulturhauptstadt Europas" werden. Oberbürgermeister Rolf Karbaum hält die Kriterien der EU "wie gemacht" für die Neißestadt. Die geteilte schlesische Stadt sei ein "Modellfall für Europa". Ihre besondere Lage ließe sie zu einem "idealen Veranstaltungsort" als "Kulturhauptstadt Europas" werden.  
An der Gemeindegrenze zwischen Kaiserswaldau und Wolfhein im Altkreis Goldberg ist von Pfarrern ein 32 Meter hohes Holzkreuz als Zeichen der Völkerverständigung errichtet worden. Eine zweisprachige Gedenktafel, schreiben die „Goldberg-Haynauer Heimatnachrichten“, erinnert zweisprachig an die einstige deutsche Bevölkerung und an die heute polnische.  
Die „Gazeta Dolnoslaska“ berichtete Ende Januar über einen bemerkenswerten Fund auf der Abfalldeponie der Stadt Striegau. Demzufolge stieß ein älterer Einwohner beim Durchstöbern der Müllkippe auf mehrere deutsche Filmrollen aus der Vorkriegszeit. Das Material befände sich nun wieder im Stadtarchiv, heißt es weiter.  
Die „Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften“ wird ihre 259. Mitgliederversammlung vom 20. bis 22. April abhalten. Zu Beginn der Tagung wird Reinhard Krug von Nidda einen Lichtbildervortrag „Herrenhäuser im Umkreis von Görlitz. Historische Zusammenhänge und Schicksale“ halten. Die Gesellschaft plant für Herbst in Bad Muskau eine Tagung, die dem Schaffen von Leopold Schefer und Fürsten Pückler gewidmet sein wird.  
Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) wird im Mai am 2. Deutsch-Polnischen Brückenfest im westniederschlesischen Bad Muskau teilnehmen.  
Die offizielle Partnerschaft zwischen Trebnitz und Bad Kitzingen sei nicht mehr aktuell, bestätigt Oberbürgermeister Bernd Moser dem „Kitzinger Volksblatt“. Stadtrat Claus Lux habe bei der letzten Reise festgestellt, daß Trebnitz andere Prioritäten bei der Partnerschaftssuche gesetzt habe.  
Die Bundesheimatgruppe Bunzlau wird an den 750-Jahrfeierlichkeiten ihrer Heimatstadt teilnehmen. Um am letzten Maiwochenende an den Feiern teilnehmen zu können, wird von Siegburg aus ein Bus in die Stadt der Tippel fahren (Bundesheimatgruppe Bunzlau, Rathaus, 53721 Siegburg).  
Ottendorfer (Kreis Bunzlau) haben auf dem ehemaligen Friedhof ihres Heimatortes den Gedenkstein für den „deutschen Bruderkrieg“ von 1866 wiedergefunden. Er erinnert an die beiden in den Kämpfen bei Königgrätz gefallenen Landsleute Wilhelm Hilger und Wilhelm Rammert. Die Vertriebenen hoffen nun, daß der polnische Dorfrat das Denkmal wieder am alten Standort aufstellen wird.  
Der Glogauer Heimatbund sucht Zeugen, die über das Massengrab gefallener deutscher Soldaten und Zivilperosnen an der Südseite des alten Schlosses berichten können. Jeder auch so vage Hinweis sei willkommen. Anschrift: Geschäftsstelle, Lavesstraße 80, 30159 Hannover.  
Das Renaissance-Schloß Neuhof bei Liegnitz wird derzeit aufwendig restauriert. Das nach 1945 von der Roten Armee in Beschlag genommene Schloß wird zu einem Vier-Sterne-Hotel inklusive Restaurant und Café umgebaut. Ihm angeschlossen sind Tennisplätze und der renaturierte Schloßpark.  
Im vergangenen Jahr hat die Gemeinschaft evangelisches Schlesien (Postfach 205, 31164 Bockenem) fast 30.000 Mark für die Heimat gespendet. So erhielten die deutsch-evangelische Gemeinde in Breslau und Niederschlesien knapp 23.000 Mark für die Gemeindearbeit und die ev. Gemeinde Bad Warmbrunn für Kirchendachreparaturen 5.000 Mark. 2.500 Mark wurden zur Abdeckung des Restbetrags der Orgelrestaurierung in der Liegnitzer Liebfrauenkirche bereitgestellt.